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Christian Lucian Hamsea
2004  

24.06. - 29.06.2004

Mitbegründung des internationalen Festivals für murale Kunst, "Lucero de Alba", Tula de Allende, Mexico

Zeitungsartikel

„Als ich in den Kongress-Saal gekommen bin, habe ich erst einmal einen Schreck gekriegt. Das hat ja dort ausgesehen, wie bei einem Parteitag in meiner alten Heimat Rumänien“, erzählt schmunzelnd der in Erlangen lebende Künstler Christian Lucian Hamsea über den Pomp, der beim offiziellen Teil der Tagung „Internationale Kunst im öffentlichen Raum und Wandgestaltung“ an der Technischen Universität Tula in Mexiko dominierte. Dorthin war der Maler vor kurzem für zwei Wochen eingeladen worden, um zum Thema „Der Weg des Quetzalcoatl in den Metros der Welt“ zu arbeiten. Entstanden ist dabei ein 2,4 x 2,4 Meter großes Acryl-Bild, in dem Hamsea seine persönliche Auseinandersetzung mit dieser mexikanischen Mythengestalt farbenfroh verarbeitet hat. Gezeigt werden seine und die Arbeiten von Kollegen noch an 26 anderen mexikanischen Universitäten, bevor die Werke durch Städte wie Paris oder Tokio touren. Möglich wird diese internationale Präsenz durch die Beteiligungen von etlichen

Verkehrsbetrieben aus Europa, Asien und Amerika, die in die Idee, Kunst in die U-Bahn-Schächte zu bringen, etliches an Sponsorengeldern investieren.

Hamsea ist immer noch begeistert von den Erlebnissen in Mexiko. Vor allem, weil die künstlerische Arbeit bei diesem Kongress nicht hinter verschlossener Tür stattfand. Auf dem Sportplatz der Universität wurde unter Schatten spendenden Zeltplanen gearbeitet. Neugierige kamen in Scharen. „Gleich busweise Studenten, Schüler, TV-Teams und, und, und...“, berichtet Hamsea. „Es war die Hölle. Eigentlich konnten wir nur nachts an unseren Bildern arbeiten“, berichtet er — und lacht.

Das Interesse an Wandmalerei in Mexiko ist ohnehin enorm. Der Kongress war gleichzeitig der Startschuss für ein Zentrum an der Universität, das dieses in Europa oft unterschätzte Genre fördern soll. Bei Exkursionen durch Mexiko Stadt und andere Orte in Mexiko konnte sich Hamsea, der als Repräsentant der europäischen Künstlergruppe „Liberi Artisti Europei“ nach Amerika geschickt wurde, ein Bild von der Pracht der Wandmalereien im öffentlichen Raum machen. Ob die in Mexiko entstanden Ausstellung auch einmal in der Region zu sehen sein wird? Hamsea versucht gerade das Interesse im Großraum auszukundschaften.

smö

9.7.2004 ERLANGER NACHRICHTEN

2001, Die Mumien Bruckners 01, 130 x 40 x cm,
   
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